Zukunft einkaufen …wir unterstützen Sie!

'Zukunft einkaufen' leicht gemacht. Broschüren zu Ihrer Unterstützung

Die Katholische und Evangelische Kirche in Deutschland haben als zweitgrößter Arbeitgeber Deutschlands mit ihren Kirchengemeinden, Bildungshäusern, Verwaltungsstellen sowie diakonischen und caritativen Einrichtungen eine große, vielfach noch schlummernde Nachfragemacht für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Dies gilt besonders für die Bereiche Energie, Büro, Großhaushalt, Transport und Verkehr sowie technische Gebäudeausrüstung.

Mit dem 2008 gestarteten Projekt "Zukunft einkaufen - glaubwürdig wirtschaften in Kirchen" soll dauerhaft die Beschaffung der Kirchen und der an ökologischen und sozialen Standards ausgerichtet werden. Damit wird ein wichtiger Beitrag sowohl für eine nachhaltige Entwicklung als auch für die Glaubwürdigkeit der Katholischen und Evangelischen Kirche geleistet. Gleichzeitig sollen über die Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen Impulse für einen nachhaltigen Konsum in den privaten Bereich gegeben werden.

Eine logische Weiterentwicklung des Projekts „Zukunft einkaufen“ ist das 2010 gestartete Projekt "Diakonie und Caritas als Orte zukunftsfähigen Lebensstils und nachhaltiger Beschaffung", da es einen bisher noch nicht erschlossenen, gleichwohl äußerst gewichtigen Teil kirchlichen Handelns in Angriff nimmt. An dem auf 60 MRD Euro geschätzten Gesamtvolumen kirchlicher Beschaffung in Deutschland haben mit ca. 80% Einrichtungen der Diakonie und Caritas den größten Anteil. Dieses gewaltige Potenzial will das Projekt mobilisieren.

Für alle, die diese Idee der nachhaltigen Beschaffung vor Ort in kirchlichen Einrichtungen der Alten- oder Behindertenpflege, in Gemeinden oder kirchlichen Einrichtungen umsetzen oder ausweiten wollen, haben wir Arbeitsmaterial entwickelt, welches Sie bei uns bestellen oder bequem als pdf herunterladen können.

Zukunft einkaufen?! Das geht!

Den Strom bezieht man vom örtlichen Anbieter, der Tee für das Büro wird im Supermarkt um die Ecke gekauft und das Papier beim Büroversand bestellt. Das ist der Alltag in der Beschaffung in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen. Doch was zunächst einfach aussieht, ist ein Ergebnis eines Abwägungsprozesses, bei dem verschiedene Kriterien eine Rolle spielen. So muss sparsam mit dem Geld umgegangen werden, d. h. ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ist ein wichtiges Kriterium und meistens das entscheidende. Daneben spielt die regionale Anbindung, verlässliche Lieferung, vorgegebene Beschaffungsrichtlinien, aber auch immer öfter ökologische und sozial verträgliche Produktion eine Rolle.

Ziel des Projektes, welches sich an die Studie "Zukunftsfähiges Deutschland" anlehnt, ist es, dass eine ökologische und sozial verträgliche Produktion das ausschlaggebende Kriterium in der Beschaffung wird. Denn es ist ein Unterschied, ob wir grünen oder normalen Strom, ob wir Recycling- oder normales Papier, ob wir öko-fairen oder konventionellen Tee kaufen. Mit jedem Euro, den wir investieren, entscheiden wir, wie die Welt aussieht, ob Kohlekraftwerke entstehen oder Windräder, ob Wälder abgeholzt oder erhalten werden, ob Produzenten einen fairen Preis für ihren Tee erhalten oder nicht.

Dass bei allem guten Willen auch die knappen Kassen beachtet werden müssen, ist klar. Deshalb heißt die Leitlinie des Projektes "Weniger einkaufen, aber dafür besser". Ein sparsamer Verbrauch setzt Mittel frei, mit denen die Mehrkosten für ökofaire Produkte abgedeckt werden können. Im Projekt wird deshalb auf Grundlage eines Managementsystems schrittweise der Verbrauch reduziert und der Anteil ökologischer und fair gehandelter Waren erhöht.

Die Schöpfung bewahren und ein Stück mehr Gerechtigkeit ermöglichen - dafür wollen wir gemeinsam mit Ihnen durch das Projekt "Zunkunft einkaufen" einen Beitrag leisten. So beteiligen sich bundesweit Einrichtungen und Kirchengemeinden bereits an dem Vorhaben. Entscheiden Sie mit! Machen Sie mit bei dem Projekt "Zukunft einkaufen", indem Sie die Beschaffung in Ihrer Gemeinde oder in Ihrer kirchlichen Einrichtung auf "Zukunft" ausrichten.

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