24.04.2020

Nachhaltige Textilien

Zivilgesellschaft veröffentlicht Vorschlag für EU-Strategie für den Textilsektor


In diesen Tagen jährt sich die Katastrophe von "Rana Plaza", dem bisher größten Unfall in der internationalen Textilbranche, zum siebten Mal. Das Unglück hat viele Menschen für die schlechten Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie sensibilisiert. So macht die derzeit laufende internationale "Fashion Revolution Week" unter dem Motto #WhoMadeMyClothes auf die katastrophale Lage der Arbeiter*innen in der Textilindustrie aufmerksam. In diesem Jahr ist das Thema besonders brisant, denn: Die Corona-Pandemie hat die gesamte Textilwirtschaft stark getroffen, wodurch sich die ohnehin schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter*innen und Farmer*innen am Anfang der Lieferketten zusätzlich verschärft haben.

Anlässlich des Rana Plaza-Jahrestags hat das Fair Trade Advocacy Office in Brüssel gemeinsam mit einer Koalition von mehr als sechzig zivilgesellschaftlichen Organisationen – darunter auch das Forum Fairer Handel – einen Vorschlag für eine umfassende EU-Strategie für die Textil-, Bekleidungs-, Leder- und Schuh-Industrie veröffentlicht. Die Strategie listet umfassende Maßnahmen auf, welche für den Aufbau von faireren und nachhaltigeren sowie auch resilienteren Lieferketten nötig wären.