12.03.2017

Die Wertschöpfungskette von Mobiltelefonen

Aktualisierte Neuauflage der Fact Sheets von SÜDWIND


In einem Handy stecken bis zu 60 Stoffe, darunter 30-40 Metalle. Den größten Wertanteil eines Handys machen vor allem die Stoffe aus, die auf den ersten Blick unsichtbar bleiben: Das Gold, Silber und Platin in den Leiterbahnen, Kobalt in den Akkus, Tantal in den Kondensatoren. Indium und Gallium – zwei der seltensten Stoffe auf der Welt – sind aktuell aus Touchscreens und ähnlichen Bestandteilen von Elektronik nicht wegzudenken.

Viele dieser Stoffe sind knapp. Und viele dieser Metalle werden unter extremen Umweltschäden oder unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen gefördert und zu Bauteilen und Geräten verarbeitet. Zerstörte Landschaften, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, durch Rohstoffabbau finanzierte Konflikte, ungesicherte Bergbaustollen mit hohen Unfallraten, Arbeitszeiten von teilweise über 60 Stunden in der Woche – all das steckt auch in unseren Handys.

In dem aktualisierten Fact Sheet nimmt SÜDWIND die Wertschöpfungskette von Mobiltelefonen unter die Lupe, die vom Abbau der Erze in Minen über die Verarbeitung der Metalle zu einzelnen Komponenten bis hin zur Fertigung der Endgeräte, deren Verkauf und deren Entsorgung reicht. Dabei zeigt sich, dass es in der Produktionskette von Mobiltelefonen große Missstände gibt, die dringend behoben werden müssen.