Elektrische Energie

Während elektrische Energie früher meist zur Beleuchtung diente, ist diese heutzutage in fast allen Lebensbereichen präsent: Von der Beleuchtung über Haushaltsgeräte, Heizung und Kühlung, Informations- und Kommunikationstechnologien bis hin zu Produktionsprozessen. 
Die Erzeugung von elektrischer Energie insbesondere durch den Einsatz von fossilen Energieträgern und Atomenergie bringt erhebliche Umweltauswirkungen und Risiken mit sich. Der Anteil der elektrischen Energie an den klimarelevanten CO2 Emissionen eines Privathaushaltes beträgt mehr als ein Drittel. Dies liegt an den geringen Wirkungsgraden von Kohle- und Braunkohlekraftwerken mit nur 35-40 %.
Mit wenig Aufwand können Sie jedoch gleich dreifach zur Verringerung dieser Umweltauswirkungen und u. U. auch zu einer deutlichen Senkung Ihrer Stromrechnung beitragen:

1. Strom sparen
Warum Strom sparen, wenn man schon Ökostrom bezieht? Ganz einfach: Je höher unser Verbrauch ist, desto länger dauert es, bis wir die Energiewende schaffen. Weil nämlich umso mehr Öko-Kraftwerke gebaut werden müssen. Außerdem: Strom sparen schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.
Unser Energiebedarf kann drastisch verringert werden. Allein der Stand-By-Betrieb von Elektrogeräten schluckt in Deutschland so viel Strom, wie die der Bedarf der 3,4 Millionenstadt Berlin. Eine Energiesparlampe verbraucht bis zu 80 Prozent weniger Strom als eine Glühbirne und hält etwa zehn mal länger. Mit einfachen Tipps & Tricks können Sie eine Menge Energie und damit auch Kosten sparen. 

2. Energieeffizienten Geräten den Vorzug geben
Wenn Sie bei Neuanschaffungen konsequent auf energieeffiziente Produkte achten, verbessern Sie Ihre Umweltbilanz und liegen auch bei der Kosteneinsparung vorn. Denn vermeintliche 'Schnäppchen' bei der Anschaffung entpuppen sich durch einen höheren Verbrauch langfristig als wahre Strom- und Kostenfresser.

3. Ökostrom beziehen
Seit der Öffnung des Energiemarktes 1998 kann der Stromanbieter frei gewählt werden. Der Wechsel des Stromlieferanten ist kostenlos und reibungslos, denn die Stromversorgung ist gesetzlich garantiert. Technische Änderungen sind nicht erforderlich. Bei Stromausfall bleibt die Störungsstelle des regionalen Netzbetreibers weiterhin zuständig.

Aber Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom! Beim Bezug von Ökostrom gibt es große Unterschiede im Nutzen für die Umwelt. Manchmal finanziert der Bezug von "sogenannten" Ökostrom z.B. indirekt auch die Atomkraft- oder Kohlekraftwerksaktivitäten großer Energie-versorger. Möglich macht dies ein System zur Umetikettierung und Verschleierung der Stromherkunft, genannt RECS (Renewable Energy Certificate System).
Bei nicht gelabelten  Strom ist ebenfalls ein genaues Studium seiner Herkunft empfehlenswert. Das Produkt ProKlima von RWE  z. B. wird z.B. mit CO2-Neutralität und günstigen und stabilen Preisen beworben. Ein Teil der Stromerzeugung bei ProKlima übernehmen jedoch nicht nur Wasser- und Windkraftwerke sondern auch Atomkraftwerke. Es ist nachvollziehbar, dass sich an  diesem  Produkt  die Geister scheiden und es sich nicht um ein Ökostromprodukt handelt.

Mancher Ökostrom könnte also eine Mogelpackung sein. Häufig fehlen konkrete Angaben über tatsächlich bereits initiierte Energieprojekte. Daher sollten Sie bei der Auswahl des Stromanbieters genau hinzuschauen, welchem Stromhändler Sie Ihr Geld anvertrauen. Einen Bericht der FAZ zu den Mogelpackungen finden Sie hier.   

Das Team vom Umweltbrief hat die Anbieter von Strom aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung mit dem größten Nutzen für die Umwelt für Sie ermittelt. Eine Auflistung dieser Ökostrom-Anbieter finden Sie hier.

Eine weitere Übersicht liefert Marktwächter-Energie aus Niedersachsen. Der Marktwächter fungiert  als eine Art Frühwarnsystem, das den Energiemarkt aus Sicht der Verbraucher beobachtet und auf Fehlentwicklungen schnell reagieren kann. Eine Übersicht über die wichtigsten Strom-Labels von Marktwächter.


Es ist der Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland (WGKD) gelungen, mit der Fa. Lichtblick in Hamburg, einem Anbieter regenerativer Energie, einen sogenannten strukturierten Vertrag zur Lieferung von Energie an kirchliche, diakonische und caritative Einrichtungen zu schließen. Weitere Auskünfte hierzu erteilt die Geschäftsstelle der WGKD (Sigrid Sandberg/Rainer Gritzka) unter der Telefonnummer: 0511 2796-446/445.