Blumen - fair für Mensch und Umwelt

Blumenarbeiterin in Ecuador (Foto von FIAN Österreich)

Blumen sind schön – keine Frage, aber schenken sie tatsächlich allen Freude, die mit ihnen in Kontakt kommen? Insbesondere Frauen und Männer, die auf den Farmen in Blumenanbauländern wie Ecuador, Kolumbien, Kenia oder Tansania arbeiten, haben nicht nur Freude an ihrer Arbeit.

Geringe Löhne, keine schriftlichen Verträge, kein Mutterschutz, Verbot von Gewerkschaften, gesundheitliche Probleme aufgrund des hohen Pestizideinsatzes und fehlende Arbeitskleidung sind nur einige wenige, für den durchschnittlichen Mitteleuropäer undenkbare Aspekte, die den auf Blumenfarmen arbeitenden Menschen das Leben schwer machen. Um diesen Zustand zu verändern, gibt es inzwischen einige Initiativen wie auch Fairtrade, die die Bedingungen für die BlumenarbeiterInnen verbessern wollen.

Der faire Handel verzeichnet in Europa deutliche Umsatzzuwächse. Für eine Kaufentscheidung ist nicht mehr allein der Preis das entscheidende Kriterium. Immer mehr Verbraucher achten beim Einkauf darauf, dass die Waren umwelt- und sozialverträglich hergestellt werden. Dabei fungieren Kennzeichnungen wie das FLP- oder Fairtrade-Siegel als Orientierungs-hilfen, da sie die Einhaltung von Mindeststandards in der Produktion belegen. Diese Transparenz hilft, neue Kunden zu gewinnen.