Großverbraucher Diakonie und Caritas

Orte mit zukunftsfähigem Lebensstil und nachhaltiger Beschaffung - Die Idee dahinter

Im Zentrum des Projekts stand die Verbesserung der Beschaffung in Einrichtungen der stationären Altenhilfe sowie der Kinder-/Jugend- und Behindertenhilfe von Diakonie und Caritas. Über das Beschaffungswesen der Einrichtungen sollen einerseits systematisch der Ressourcenverbrauch in den Einrichtungen gesenkt und gleichzeitig nachhaltige Beschaffungsstandards eingeführt werden. Darüber hinaus wurden Mitarbeitende, Bewohner und Besucher über ökofairen Konsum informiert und zu einer nachhaltigen Lebensgestaltung motiviert. Einrichtungen der Caritas und der Diakonie wurden zu Erfahrungs- und Lernräumen für einen zukunftsfähigen Konsum, die eine Multiplikatorfunktion für den Privatbereich entfalteten.
Das Projekt war eine logische Weiterentwicklung des Projekts „Zukunft einkaufen“, da es einen bisher noch nicht erschlossenen, gleichwohl äußerst gewichtigen Teil kirchlichen Handelns in Angriff nahm. An dem auf einige MRD Euro geschätzten Gesamtvolumen kirchlicher Beschaffung in Deutschland haben Einrichtungen der Diakonie und Caritas mit ca. 80% den größten Anteil. Dieses gewaltige Potenzial wollte unser Projekt mobilisieren.

Zu berücksichtigen waren dabei spezielle diakonische/caritative Beschaffungsbereiche und -strukturen, besondere ökonomische Zwänge, rechtliche Vorgaben sowie spezifische Klientelgruppen. Die innovative Aufgabe des Projektes bestand darin, unter diesen Rahmenbedingungen eine erfolgreiche Implementationsstrategie zu entwickeln. Außerdem musste eine zielgruppenspezifische Kommunikationsstrategie für Mitarbeitende, Bewohner und Besucher erarbeitet und umgesetzt werden.

Umsetzungspotenziale

  • Große Beschaffungsvolumina: Nachhaltige Veränderung großer Beschaffungsmengen im Bereich der Caritas und Diakonie
  • Bearbeitung wichtiger neuer Beschaffungsschwerpunkte: z.B. Medikalprodukte und Pflegehilfsmittel
  • In Diakonie und Caritas als zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland findet ein Wissenstransfer bzgl. ökofairer Beschaffung zu den Mitarbeitenden als Privatkonsumenten statt.
  • Der Wissenstransfer zu den Klienten und Besuchern schafft einen neuen breitenwirksamen Zugang für nachhaltigen Konsum und Lebensstile jenseits von Kirchengemeinden und Bildungshäusern.

Verbesserungspotenzial für die Beschaffung unter Nachhaltigkeitskriterien

  • Verbesserung der Beschaffungspraxis unter Qualitätsgesichtspunkten 
  • Optimierung der Beschaffung unter Effizienzgesichtspunkten (Verringerung des Ressourcenverbrauchs)
  • ökologisch und sozial optimierte Vertragsgestaltung in Bezug auf ausgelagerte Dienstleistungen 
  • Erfahrbar machen von nachhaltigem Lebensstil und Anstiften zu privatem zukunftsfähigem Konsum in Einrichtungen der Diakonie und Caritas
  • Stärkung glaubwürdigen Handelns durch Übernahme sozialer und ökologischer Verantwortung im Beschaffungsverhalten von Diakonie und Caritas