Das ökumenische Projekt ist in mehreren Phasen unterteilt. Die Projektstrategie und ihre Maßnahmen werden zunächst in zehn evangelischen und katholischen „Testregionen“ sowie einigen größeren Testeinrichtungen erprobt und anschließend in den gesamtkirchlichen Bereich hinein verbreitet.
Die bestehende Beschaffungspraxis wird unter Nachhaltigkeits-gesichtspunkten analysiert (Bestandsaufnahme) und ein Umsetzungsplan für die Implementierung nachhaltiger Beschaffung sowie begleitender öffentlichkeitswirksamer Aktionen vereinbart.
Als zentrales Informationsmedium wird das Portal „Ökofaire/nachhaltige Beschaffung“ auf der Plattform der „Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland“ (WGKD) aufgebaut.
In Phase 2 werden nachhaltige Beschaffungsstandards in den Testregionen eingeführt und diese in eine möglichst flächendeckende nachhaltige Beschaffungspraxis überführt. Parallel dazu werden kirchliche Einrichtungen zu „Erfahrungsräumen“ zukunftsfähigen Konsums/Lebensstils ausgebaut. Dafür sind zum einen niederschwellige Informationsangebote wie Infotafeln, Ausstellungen, Pressemitteilungen etc. vorgesehen. Zum anderen werden in ausgewählten Kirchengemeinden und Einrichtungen Aktionstage zum nachhaltigen Konsum durchgeführt. Mit Produktvorführungen, -verkostungen sowie Exkursionen zu Produktionsorten o. ä. wird auf motivierende Weise für nachhaltigen Konsum geworben.
Phase 3 dient dem lokalen/regionalen Erfahrungsaustausch sowie der Vernetzung zwischen kirchlichen Einrichtungen, ihren lokalen/ regionalen Lieferanten sowie weiteren nicht-kirchlichen Akteuren v. a. Stadt- und Kommunalverwaltungen, Verbraucherberatungsstellen, Umwelt- und Entwicklungsverbände. Ggf. werden gemeinsame Projekte wie z.B. ein „ökofairer Einkaufsführer“ durchgeführt.
In dieser Phase werden mit einer kirchlichen Beschaffungskampagne „Die Kirche macht´s vor – Zukunft einkaufen!“ die erarbeiteten Strategien und Materialien bundesweit verbreitet. Diese Kampagne stellt das Themenfeld „Nachhaltige Beschaffung der Kirchen“ an Produkten mit hoher Umweltrelevanz und Symbolwirkung dar und soll weitere Landeskirchen und Diözesen motivieren, ihre Beschaffung nachhaltig auszurichten. Eine zentrales Element ist dabei das Infoportal „Zukunft einkaufen - ökofaire Beschaffung“ der Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland (WGKD).
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